#1 02) Der Purpurturm von Larati Vaharada 25.04.2022 15:03

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Der Purpurturm

Einige Male sahen sie ein weißes Einhorn. Es schien fast, als würde ihnen diese wundersame Geschöpf folgen. Die Verpflegung für die Weiterreise wurde durch den Jäger und den Elfen sicher gestellt und wenn es kein Wild zum Jagen gab, mussten sie sich mit dem Rest der Trockenverpflegung aus Thorwal zufrieden geben. Das Einhorn ließ ihnen jedoch keine Ruhe, also beschlossen sie ihm irgendwann zu folgen. Der Schreck dann auch noch auf Greifen zu stoßen saß bei Larati im ersten Moment doch recht groß. Diese ließen die Gefährten ihr Gebiet erst passieren, nachdem sie ein Rätsel gelöst hatten. Irgendwann sahen sie dann auf ihrem weiteren Weg ein kleines Wesen, das keiner von ihnen bisher gesehen hatte. Es war klein, jedoch kein Zwerg und der Kopf schien viel zu groß für den restlichen Körper zu sein. Lorion wollte ihm dann unbedingt Honig abkaufen, denn es war wie ein Imker gekleidet und trug einen Honigtopf mit sich. Das Wesen zog den Elfen dabei ordentlich über den Tisch. Plötzlich tauchte das Einhorn wieder auf und tötete das Wesen aus ihnen bis dahin unbekannten Gründen. Die Gruppe war sich jedoch einig, dass ein reines Geschöpft wie ein Einhorn ein harmlos aussehendes Wesen nur dann so aggressiv angreifen würde, wenn es böse wäre. Es führte die Reisenden zu einer Höhle, in der sie auf den Geist einer Frau stießen. Von ihr erfuhren sie von einem immensen Schatz. Sie erhielten einen Teil einer Schatzkarte. Die andere Hälfte sei im Besitz der Grolme – jener Wesen, von denen eines Opfer des Einhorns „Ortulan“ wurde. Die Schatzkarte dürften sie behalten, wenn sie die ander Hälfte in ihren Besitz brachten und den Geist somit erlösten. Hierfür sollten sie zum Purpurturm um dort dem Wirken des Namenlosen ein Ende zu bereiten. Auf dem weiteren Weg begegnete ihnen ein Riese und sie dachten alle schon, ihr letztes Stündlein hätte geschlagen, doch er stellte sich heraus, dass es der Riese war, dessen Finger sie bei sich trugen der ihm einst amputiert worden war, weil er vor lauter Eiter nicht mehr zu retten war. Sie konnten seine Gastfreundschaft genießen und erhielten sogar eine größere Menge an Proviant. Die negative Meinung gegenüber der Grolme sollte sich in deren Gebiet noch festigen, als sie sahen, dass diese Sklaverei betrieben. Von unten schien es keinen Weg in den Turm zu geben, also versuchten die sechs es vom Rand der Klippe an deren Fuß er stand. Zunächst wurden sie von untoten Krähen angegriffen, doch schließlich gelangten sie hinein. Einige Rätsel und Kämpfe später konnten sie dann das zweite Kartenteil erbeuten und kehrten zu der Höhle zurück. Vom Geist der Frau war nichts mehr zu sehen, also hatten sie ihre Aufgabe wohl erfüllt und konnten sich nun der Karte widmen.

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